Darlin-Laureen Wachsmuth (PhD Candidate)

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Darlin-Laureen Wachsmuth

Zschokkestr. 32, 39104 Magdeburg, G40-037

Kurzbeschreibung des Promotionsvorhabens:

Promotion zum Thema "Soziale Rollen, Wahrnehmungen und Beziehungsdynamiken in Innovationsnetzwerken: Eine qualitative Fallstudienanalyse mit der sozialen Netzwerkanalyse" [Arbeitstitel]

Innovationen zählen zu den treibenden Kräften gesellschaftlichen Wandels und prägen sowohl wirtschaftliche Entwicklungsprozesse, als auch wissenschaftlichen Fortschritt und technologische Transformation (vgl. Bedenk 2019). Damit Innovationen erfolgreich verlaufen, bedarf es kooperative Austauschstrukturen, in denen Wissensbestände integriert, geteilt und weiterentwickelt werden (vgl. Heger & Bub 2013). Insbesondere die Interdisziplinarität stellt einen wichtigen Baustein dar, da Innovationen häufig an Schnittstellen unterschiedlicher Wissens- und Praxisbereichen entstehen (vgl. Viera et. al. 2022). Diese Austauschprozesse manifestieren sich oftmals in Innovationsnetzwerken.
Mein Forschungsvorhaben konzentriert sich auf Innovationsnetzwerke, die als kooperative Strukturen fungieren, in denen diverse Akteure aus unterschiedlichen Bereichen zusammenarbeiten, um Innovationen voranzutreiben und zu entwickeln (vgl. Heger & Bub 2013). Die Untersuchung von Netzwerken in Bezug auf ihre Struktur und die darin eingewobenen Beziehungen ist essenziell, um zu verstehen, wie Informationen fließen, wie Entscheidungsprozesse gestaltet werden und welche Rolle einzelne Akteure innerhalb dieser Netzwerke spielen. Die theoretische Grundlage bildet die soziale Netzwerkanalyse nach Wassermann & Faust (1994), die Netzwerke als Menge von Knoten (Akteure) und Kanten (Beziehungen) modelliert. Sie ermöglicht es, Muster von Interaktionen, Informationsflüssen und Machtverteilung sichtbar zu machen (vgl. Wassermann & Faust 1994). Als Datengrundlage ziehe ich zwei regionale Innovationsnetzwerke heran. Das Forschungsvorhaben untersucht dabei folgende Frage:


„Wie werden Innovationsprozesse durch die Struktur und Beziehungen der Akteure eines Innovationsnetzwerkes beeinflusst?“


Empirisch erfolgt die Analyse anhand zweier Fallstudien. Leitfadengestützte Interviews dienen dazu Rollenwahrnehmungen, Kooperationsmuster und Netzwerklogiken aus der Akteursperspektive zu rekonstruieren. Darauf aufbauend wird mittels sozialer Netzwerkanalyse die Struktur der jeweiligen Netzwerke visualisiert und hinsichtlich zentraler Positionen, Wissensflüsse und Akteure ausgewertet. Die Untersuchung fokussiert sich auf die Identifikation von Schlüsselpersonen und Informationsflüssen, um ein tiefgehendes Verständnis von Netzwerkmustern und ihren Auswirkungen auf Innovationsprozesse zu erlangen.

Literatur

Bedenk, S. (2019). Komplexität und Kompelxitätsmanagement in Innovationsprozessen. In: Scholl, W. (Hg.). Mut                                          zu Innovationen. Impulse aus Praxis, Forschung, Beratung und Ausbildung. 2. Aufl. Berlin,                                                   Heidelberg, Springer Berlin Heidelberg, S. 13–23.

Heger, T. & Bub, U. (2013). Innovationsnetzwerke: mit Industrie und Wissenschaft zu neuer Innovationskraft.                                               Wirtschaftsinformatik & Management (5), S. 12-23.

Vieira, F.; Bonfim, L. & Da Cruz, A. (2022). The process of opening innovation networks: open innovation at                                                  Embrapa Florestas. Innovation & Management Review 19 (2), 123– 139.                                                                                          https://doi.org/10.1108/INMR-05-2020-0057.

Wassermann, S. & Faust, K. (1994). Social Network Analysis. Methods and Applications. Cambridge, Cambridge                                          University Press.

Letzte Änderung: 01.04.2026 -
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